Dermamycin Augencreme
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hund, Katze
Indikationen
Zur Behandlung der nachfolgend genannten Erkrankungen, sofern sie durch Neomycin-empfindliche Keime hervorgerufen werden oder mit starkem Juckreiz einhergehen:
Erkrankungen des vorderen Augensegments wie unspezifische und allergische
- Keratitis (Hornhautentzündung)
- Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
- Nicht eiternde Blepharitis (Lidentzündung)
Wartezeit
Entfällt
Dosierung und Art der Anwendung
Zur Anwendung am Auge.
Mehrmals täglich 1-2 cm Cremestrang in den Bindehautsack einbringen.
Das Tierarzneimittel dient der Initialbehandlung bis zum Abklingen der akuten Entzündungssymptome. Die Behandlungsdauer sollte 5 Tage nicht überschreiten. Falls erforderlich sollte eine antibiotische Therapie ohne Glukokortikoid angeschlossen werden.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitsbildes eingetreten sein, ist eine Therapieumstellung durchzuführen
Nebenwirkungen
Hund, Katze
Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere): |
Kontaktdermatitis1, Ekzem, Rötung2 |
Gelegentlich (1 bis 10 Tiere/1.000 behandelte Tiere): |
Verzögerte Heilung3 |
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Anaphylaxie Schock Verstärkung/Demaskierung viraler und mykotischer Erkrankungen Hypoadrenokortizismus Nephropathie4, andere Ohrerkrankung4 Glukokortikoide Wirkung5 |
Erbrechen6, Unruhe6, Angst- und Erregungszustände6, Ataxie6, Muskelzucken, klonische Krämpfe6, Bewusstlosigkeit6, Atemlähmung6, Herzstillstand6 |
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Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) |
Überempfindlichkeitsreaktion |
1 mit einer Kreuzallergie gegen andere Aminoglykosidantibiotika muss gerechnet werden.
2 generalisiert
3 Bei längerer Anwendung als der empfohlenen
4 aufgrund des Neomycins. Bei topischer Anwendung am Auge eher unwahrscheinlich, kann aber bei
Langzeitapplikation mit höheren Konzentrationen auf geschädigter Schleimhaut auftreten, siehe 4.2
5 bei Aufnahme von Hydrokortison
6 Aufgrund des Lidocains. Bei topischer Anwendung am Auge eher unwahrscheinlich, kann aber bei
Langzeitapplikation mit höheren Konzentrationen auf geschädigter Schleimhaut auftreten, siehe 4.2
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.