Dolorex vet.
ATC-Code
Tierarten
Pferd, Hund und Katze.
Diagnosen
Butorphanol ist für Fälle geeignet, bei denen eine kurze (Pferde und Hunde) sowie eine kurze bis mittelfristige (Katzen) Schmerzausschaltung erforderlich ist. Informationen über die nach Behandlung zu erwartende Dauer der Analgesie finden sich unter Abschnitt 4.2.
Pferde:
Zur Schmerzlinderung bei gastrointestinalen Koliken.
Zur Sedation in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten (siehe Abschnitt 3.9)
Hunde:
Zur Linderung mäßiger viszeraler Schmerzen.
Zur Sedation in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten (siehe Abschnitt 3.9)
Katzen:
Zur Linderung mäßiger Schmerzen nach Weichteiloperationen.
Wartezeit
Pferde:
Essbare Gewebe: Null Tage
Milch: Null Stunden
Dosierung und Art der Anwendung
Zur Analgesie:
Pferde:
Intravenöse Anwendung:
0,05 bis 0,1 mg Butorphanol/kg Körpergewicht entsprechend 2,5 bis 5 ml des Tierarzneimittels/500 kg Körpergewicht
Hunde:
Intravenöse Anwendung:
0,2 bis 0,4 mg Butorphanol/kg Körpergewicht entsprechend 0,2 bis 0,4 ml des Tierarzneimittels/10 kg
KGW Eine schnelle intravenöse Injektion sollte vermieden werden.
Butorphanol ist für Fälle geeignet, bei denen eine kurzzeitige Schmerzausschaltung erforderlich ist.
Informationen über die nach Behandlung zu erwartende Dauer der Analgesie finden sich unter
Abschnitt 4.2. Wiederholte Behandlungen mit Butorphanol sind möglich. Die Notwendigkeit und der Zeitpunkt einer Wiederholungsbehandlung hängen von der klinischen Reaktion ab. Für Fälle, bei denen voraussichtlich eine längere Schmerzausschaltung erforderlich ist, sollten andere Arzneimittel angewendet werden.
Katzen:
Subkutane Anwendung:
0,4 mg Butorphanol/kg Körpergewicht entsprechend 0,2 ml des Tierarzneimittels/5 kg KGW
Katzen sollten gewogen werden, um eine korrekte Dosisberechnung zu gewährleisten. Eine geeignete skalierte Spritze muss verwendet werden, um die notwendige Dosis genau verabreichen zu können (z. B. eine Insulinspritze oder eine skalierte 1-ml-Spritze).
Bei Katzen kann Butorphanol zur kurzen oder mittelfristigen Schmerzausschaltung eingesetzt werden. Informationen über die nach Behandlung zu erwartende Dauer der Analgesie finden sich unter Abschnitt 4.2.
Abhängig von der klinischen Reaktion kann die Behandlung mit dem Tierarzneimittel innerhalb von 6 Stunden wiederholt werden.
Bei Ausbleiben einer angemessenen schmerzlindernden Wirkung (siehe Abschnitt 3.5.) sollte ein anderes Analgetikum, z. B. ein geeignetes Opiodanalgetikum oder ein nichtsteroidales entzündungshemmendes Arzneimittel in Erwägung gezogen werden. Bei jeglicher alternativer Analgesie ist die Wirkung von Butorphanol auf Opioidrezeptoren, wie in Abschnitt 3.8 beschrieben, zu berücksichtigen.
Sofern wiederholte Verabreichungen erforderlich sind, unterschiedliche Injektionsstellen nutzen.
Zur Sedation:
Butorphanol kann in Kombination mit einem α2-Adrenozeptor-Agonisten (z. B. (Me)Detomidin oder Romifidin) angewendet werden. Hierbei ist eine Anpassung der Dosierung nach folgender Empfehlung erforderlich:
Pferde:
Intravenöse Anwendung:
Detomidin: 0,01 – 0,02 mg/kg Körpergewicht
Butorphanol: 0,01 – 0,02 mg/kg Körpergewicht
Detomidin sollte bis zu 5 Minuten vor Butorphanol verabreicht werden.
Romifidin: 0,05 mg/kg Körpergewicht
Butorphanol: 0,02 mg/kg Körpergewicht
Romifidin kann zeitgleich oder 4 Minuten vor Butorphanol verabreicht werden.
Hunde:
Intramuskuläre Anwendung:
Medetomidin: 0,01 – 0,03 mg/kg Körpergewicht
Butorphanol: 0,1 – 0,2 mg/kg Körpergewicht
Medetomidin und Butorphanol können zeitgleich verabreicht werden.
Der Stopfen sollte nicht öfter als 25mal durchstochen werden.
Nebenwirkungen
Pferde:
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Sehr selten (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Laufbewegungen1; Ataxie, Sedierung; Hypomobilität des Verdauungstrakts; Kardiale Depression. |
1 Erhöhung der motorischen Aktivität.
Hunde:
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Sehr selten (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Kardiale Depression; Atemdepression1; Anorexie; Diarrhoe, Hypomobilität des Verdauungstrakts; Schmerz an der Injektionsstelle2; Sedierung. |
1 Naloxon kann als Gegenmittel eingesetzt werden.
2 Assoziiert mit intramuskulärer Injektion.
Katzen:
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Sehr selten (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Mydriasis, Orientierungslosigkeit, Sedierung; Reizung an der Injektionsstelle1, unmittelbar bei der Applikation auftretender Schmerz; Erregung2; Dysphorie. |
1 Im Falle von wiederholten Injektionen.
2 Mild.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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