Heptavac P plus
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Schafe.
Diagnosen
Aktive Immunisierung der Schafe gegen:
a) durch Clostridium novyi Typ B, Clostridium perfringens Typ B, C und D, Clostridium septicum, Clostridium tetani und Clostridium chauvoei verursachte Erkrankungen wie Deutsche Bradsot / infektiöse Lebernekrose, Lämmerdysenterie / bösartige Lämmerruhr, Enterotoxämie / Struck, Breinierenkrankheit / Typ D-Enterotoxämie, Nordische Bradsot / Labmagenpararauschbrand, Geburtspararauschbrand / malignes Ödem I, Tetanus / Wundstarrkrampf, Rauschbrand / Gangraena emphysematosa.
b) durch Mannheimia haemolytica (Serotypen A1, A2, A6, A7, A9) und Pasteurella trehalosi (Serotypen T3, T4, T10, T15) verursachte Erkrankungen (insbesondere septikämische Formen und Pneumonien).
Beginn der Immunität: 14 Tage nach der 2. Impfung.
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Der Impfstoff sollte unter Beachtung aseptischer Vorsichtsmaßnahmen durch subkutane Injektion in die laterale Seite des oberen Halses verabreicht werden. Spritzen und Nadeln sollten vor der Verwendung steril sein und die Injektion sollte in einem Bereich sauberer, trockener Haut erfolgen, wobei Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Kontamination zu beachten sind.
Alle Zuchtschafe, die zuvor nicht mit Heptavac P Plus geimpft wurden, müssen im Abstand von 4–6
Wochen zwei Injektionen zu je 2,0 ml erhalten. Danach müssen sie in Abständen von höchstens 12 Monaten Auffrischungsimpfungen erhalten. Bei ausgewachsenen Zuchtschafen sollten diese jährlichen Auffrischungsinjektionen während der Vorablammzeit, also 4–6 Wochen vor der
Ablammung, verabreicht werden, um die Krankheitsprävention bei ihren Lämmern zu unterstützen.
Grundimmunisierung:
Schafe ab der 3. Lebenswoche sollten zweimal im Abstand von 4 - 6 Wochen geimpft werden.
Zur wirkungsvollen Prophylaxe der Pasteurellose in Beständen mit hohem Pasteurella- bzw. Mannheimia- Infektionsrisiko ist eine zusätzliche Impfung aller Tiere 2 - 3 Wochen vor dem erwarteten saisonalen Krankheitsausbruch angezeigt.
Muttertierimpfung:
Zur Erhöhung der kolostralen Antikörperspiegel sollten Mutterschafe 4 - 6 Wochen vor dem Lammen geimpft werden. Um einen passiven Schutz der Lämmer zu erzielen, müssen diese in den beiden ersten Lebenstagen ausreichend Kolostrum erhalten.
Vor Gebrauch ist der Impfstoff zu schütteln!
Die Verwendung einer Impfpistole wird empfohlen. Da die Flasche nicht kollabieren kann, ist eine zusätzliche Belüftung in der Verschlusskappe anzubringen. Die Gebrauchsanleitung dieser Spritzen sollte genau beachtet werden. Bei Entnahme und Verabreichung des Impfstoffs sollte - insbesondere bei den letzten Dosen aus einer Flasche - darauf geachtet werden, dass es sich um das vorgesehene Impfvolumen handelt.
Nebenwirkungen
Schafe:
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Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Schwellungen an der Injektionsstelle1. Erhöhte Temperatur2. |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Überempfindlichkeitsreaktion (z.B. Ödeme, Anaphylaxie)3. Abszesse an der Injektionsstelle. |
1 Transient. Können bis zu 3-4 Monate nach Impfung andauern.
2 Bei Lämmern von ca. 1° C, die nach 1-2 Tagen abklingen.
3 Manchmal tödlich. Wenn eine solche Reaktion auftritt, sollte unverzüglich eine angemessene Behandlung eingeleitet werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Schauen Sie in die Packungsbeilage für die entsprechenden Kontaktdaten.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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