Metaxol
ATC-Code
Tierarten
Schwein (Mastschwein) und Huhn (zur Fleischproduktion).
Indikationen
Mastschwein:
Zur Behandlung und Metaphylaxe von:
- Durchfällen bei Absatzferkeln, die durch Trimethoprim-Sulfamethoxazol-empfindliche ß-hämolytische K88-positive, K99-positive oder 987P Escherichia coli Stämme hervorgerufen werden.
- Bakteriellen Sekundärinfektionen, die durch Trimethoprim-Sulfamethoxazolempfindliche Stämme von Pasteurella multocida, Actinobacillus pleuropneumoniae, Streptococcus spp. und Haemophilus parasuis hervorgerufen werden.
Huhn, zur Fleischproduktion:
Zur Behandlung und Metaphylaxe von:
- Colibazillose verursacht durch Trimethoprim-Sulfamethoxazol-empfindliche Stämme von Escherichia coli.
- Coryza verursacht durch Trimethoprim-Sulfamethoxazol-empfindliche Stämme von Avibacterium paragallinarum.
Vor Anwendung des Tierarzneimittels muss die Erkrankung im Bestand bzw. in der Herde diagnostiziert worden sein.
Wartezeit
Schweine: essbare Gewebe | 8 Tage |
Hühner: essbare Gewebe | 5 Tage |
Zu keinem Zeitpunkt bei Tieren anwenden, deren Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser.
Das Tierarzneimittel kann zur Herstellung einer therapeutischen Lösung in der errechneten
Konzentration direkt ins Trinkwasser eingemischt werden. Alternativ kann eine konzentrierte Stammlösung durch Zugabe von 200 ml des Tierarzneimittels pro Liter Wasser hergestellt werden und anschließend weiter verdünnt werden.
Mastschwein:
5 mg Trimethoprim und 25 mg Sulfamethoxazol pro kg Körpergewicht pro Tag über 4 bis 7 Tage. Dies entspricht 1 ml des Tierarzneimittels pro 4,0 kg Körpergewicht pro Tag.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis, der täglichen Wasseraufnahme sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue tägliche Konzentration des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:
Huhn, zur Fleischproduktion:
7,5 mg Trimethoprim und 37,5 mg Sulfamethoxazol pro kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage. Dies entspricht 1 ml des Tierarzneimittels pro 2,67 kg Körpergewicht pro Tag.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis, der täglichen Wasseraufnahme sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue tägliche Konzentration des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht und die Wasseraufnahme so genau wie möglich ermittelt werden.
Die Tagesdosis ist dem Trinkwasser so beizufügen, dass die gesamte Medikation innerhalb von 24
Stunden aufgenommen wird. Das medikierte Trinkwasser sowie die Stammlösungen sollten alle 24
Stunden frisch hergestellt werden. Während des Behandlungszeitraums sollten die Tiere keinen Zugang zu anderen Wasserquellen als zum medikierten Wasser haben. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass den Tieren immer ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Am Ende des Behandlungszeitraumes ist das Wasserversorgungssystem adäquat zu reinigen um die Aufnahme subtherapeutischer Wirkstoffmengen zu vermeiden.
Die Aufnahme von medikiertem Trinkwasser richtet sich nach dem klinischen Zustand der Tiere. Um die korrekte Dosierung zu erhalten, ist die Konzentration des Tierarzneimittels entsprechend anzupassen.
Nebenwirkungen
Schwein:
Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Überempfindlichkeitsreaktion. |
Huhn:
Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Überempfindlichkeitsreaktion. Verminderte Wasseraufnahme. |
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie auch in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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