Otisur vet.
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Katze und Hund
Indikationen
Zur Behandlung einer Otitis externa und kleiner, lokalisierter, oberflächlicher Infektionen der Haut, die durch Mischinfektion mit den folgenden, Miconazol- und Polymyxin B-empfindlichen Bakterien und Pilze verursacht werden:
- Gram-positive Bakterien: Staphylococcus spp. und Streptococcus spp.
- Gram-negative Bakterien: Pseudomonas spp. und Escherichia coli
- Pilze: Malassezia pachydermatis, Candida spp., Microsporum spp. und Trichophyton spp.
Zur Behandlung eines Ohrmilbenbefalls (Otodectes cynotis) bei gleichzeitiger Infektion mit Polymyxin B- und Miconazol-empfindlichen Bakterien und Pilzen.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zur Anwendung am Ohr und auf der Haut.
Vor dem Gebrauch 10 bis 15 Sekunden lang gut schütteln, um sicherzustellen, dass das Tierarzneimittel vollständig resuspendiert ist.
Verunreinigungen der Spitze sind strengstens zu vermeiden.
Bei Beginn der Therapie muss das Fell auf und in der Umgebung der Läsion gekürzt werden; dies sollte, falls nötig, im Laufe der Behandlung wiederholt werden.
Infektionen des äußeren Gehörgangs (Otitis externa):
Zweimal täglich 5 Tropfen des Tierarzneimittels nach Säuberung der Ohrmuschel in den äußeren
Gehörgang eingeben. Ohrmuschel und Gehörgang sollten gut massiert werden, damit eine gleichmäßige Verteilung der Wirkstoffe erreicht wird, jedoch sanft genug, um dem Tier keine Schmerzen zu verursachen.
Die Behandlung sollte ohne Unterbrechung bis einige Tage nach dem völligen Verschwinden der klinischen Symptome für mindestens 7-10, jedoch nicht länger als 14 Tage, fortgesetzt werden. Der Erfolg der Behandlung sollte durch einen Tierarzt kontrolliert werden, bevor die Behandlung beendet wird.
Infektionen der Haut (klein, lokalisiert, oberflächlich):
Zweimal am Tag einige Tropfen des Tierarzneimittels auf die zu behandelnden Läsionen auftragen und gut einreiben.
Die Behandlung sollte bis einige Tage nach dem völligen Verschwinden der klinischen Symptome, jedoch nicht länger als 14 Tage, ununterbrochen fortgesetzt werden.
In einigen hartnäckigen Fällen (Ohr- und Hautinfektionen), kann es notwendig sein, die Behandlung für 2 bis 3 Wochen fortzuführen. Falls eine verlängerte Behandlung nötig ist, sollten wiederholte klinische Untersuchungen und eine Neubewertung der Diagnose stattfinden.
Nebenwirkungen
Zieltierarten: Katze und Hund
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): | Taubheit* |
Unbestimmte Häufigkeit | Infektion, Hautverdünnung, verzögerte Heilung, Blutung an der Applikationsstelle, Störung der Nebennierenfunktion |
* Es kann Taubheit auftreten, vor allem bei älteren Hunden. In diesen Fällen sollte die Behandlung abgebrochen werden.
Längere und ausgiebige Anwendung von topischen Kortikosteroid-Präparaten kann zu lokaler Abwehrschwäche (mit den in der Tabelle spezifizierten lokalen Effekten, inklusive Teleangiektasien) und zu systemischen Effekten, einschließlich Suppression der Nebennierenfunktion, führen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die Kontaktdaten sind im letzten Abschnitt der Packungsbeilage angegeben. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.