Meloxicam

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Meloxicam ist ein non-steroidales Antirheumatikum (NSAID), das zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen bei Tieren verwendet wird.Es wird hauptsächlich zur Behandlung von akuten und chronischen muskuloskelettalen Erkrankungen sowie zur Schmerzlinderung nach Operationen bei kleinen und großen Tierarten eingesetzt.   Mehr lesen

Meloxicam ist ein non-steroidales Antirheumatikum (NSAID), das zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen bei Tieren verwendet wird.
Es wird hauptsächlich zur Behandlung von akuten und chronischen muskuloskelettalen Erkrankungen sowie zur Schmerzlinderung nach Operationen bei kleinen und großen Tierarten eingesetzt.

 

Wesentliche Erkenntnisse

  • Cyclooxygenase (COX)-Hemmung: Meloxicam wirkt durch selektive Hemmung des Enzyms COX-2, das eine zentrale Rolle bei der Produktion von Prostaglandinen spielt, die Entzündungen und Schmerzen verursachen.
  • Erhalt der COX-1-Aktivität: Durch die stärkere Hemmung von COX-2 im Vergleich zu COX-1 wird das Risiko von Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Störungen und Nierenschäden minimiert.
  • Entzündungshemmende Wirkung: Es reduziert Schwellungen, Rötungen und Schmerzen bei Entzündungsprozessen.
  • Sicherheitsprofil: Meloxicam wird im Allgemeinen gut vertragen, wenn es gemäß den Anweisungen des Tierarztes angewendet wird. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall. Eine langfristige Anwendung erfordert eine Überwachung der Nieren- und Leberfunktion.

 

Pharmakokinetik

  • Bioverfügbarkeit: Meloxicam weist eine hohe orale Bioverfügbarkeit von ca. 89 % auf und ist nach oraler Gabe schnell im systemischen Kreislauf verfügbar.
  • Plasmaproteinbindung: Die Substanz bindet sich nahezu vollständig an Plasmaproteine (ca. 99,4 %), was eine gleichmäßige Verteilung und verlängerte Wirkung unterstützt.
  • Metabolismus: Meloxicam wird in der Leber hauptsächlich über die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP2C9 und CYP3A4 metabolisiert. Die entstehenden Metaboliten sind pharmakologisch inaktiv.
  • Eliminationshalbwertszeit: Die Eliminationshalbwertszeit beträgt beim Tier durchschnittlich ca. 20 Stunden und erlaubt somit eine einmal tägliche Dosierung.
  • Ausscheidung: Die Ausscheidung erfolgt zu etwa gleichen Teilen über Urin und Fäzes, sowohl in freier als auch konjugierter Form.

 

Anwendung bei verschiedenen Tierarten

 

Hund

Meloxicam ist bei Hunden zugelassen zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit muskuloskelettalen Erkrankungen (z. B. Arthrose) sowie zur postoperativen Schmerztherapie. Es wird meist initial als Injektion und anschließend oral in Form von Tabletten oder Suspensionen verabreicht. Aufgrund der langen Halbwertszeit reicht eine einmal tägliche Gabe aus.

Katze

Bei Katzen ist Meloxicam zur Kurzzeitbehandlung postoperativer Schmerzen sowie zur Langzeitbehandlung von chronischen Erkrankungen wie Arthrose zugelassen (je nach Zulassungslage und Land). Da Katzen eine eingeschränkte Kapazität zum Glukuronidieren besitzen, sollte die Dosierung exakt eingehalten werden. Besonders bei Langzeitanwendung sind Nieren- und Leberwerte regelmäßig zu kontrollieren.

Pferd

In der Pferdemedizin wird Meloxicam häufig zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen bei muskuloskelettalen oder viszeralen Erkrankungen (z. B. Kolik, Arthritis) eingesetzt. Die Verabreichung erfolgt intravenös oder oral, je nach klinischem Bild und Dauer der Therapie. Es ist gut verträglich und kann auch über mehrere Tage verabreicht werden.

Rind

Bei Rindern ist Meloxicam zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen, Mastitis oder Lahmheiten zugelassen. Zudem wird es häufig zur postoperativen Schmerztherapie (z. B. nach Enthornung) eingesetzt. Die lange Halbwertszeit ermöglicht eine Einmalgabe, was in der Nutztierpraxis von großem Vorteil ist. Die Einhaltung der Wartezeiten ist verpflichtend.

Schwein

In Schweinen wird Meloxicam vor allem zur unterstützenden Behandlung bei entzündlichen Prozessen (z. B. MMA-Syndrom, Lahmheiten) eingesetzt. Die Anwendung erfolgt parenteral und zeigt gute klinische Wirksamkeit bei gleichzeitig hoher Verträglichkeit.

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